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Backen und Rezepte - der Bäcker zeigt's

Die Vorbereitung ist das halbe Rezept.Die Vorbereitung ist das halbe Rezept.

Backen und Rezepte sind für die einen ein geliebtes Hobby, für die anderen eine lästige Pflicht, wenn irgendwelche Feierlichkeiten anstehen. Der Geburtstagskuchen für den Nachwuchs wird von den Müttern meistens mit viel Liebe und Ehrgeiz eigenhändig gebacken und verziert. Häufig haben die Kleinen besondere Vorlieben, wie Teddybär oder Lokomotive. Zum Glück gibt es heutzutage viele Formen, Vorlagen und Rezepte, die der Hausfrau und Mutter eine grosse Hilfe sind.

In früheren Zeiten gehörte das Backen zum normalen Alltag. Während in den Anfängen der menschlichen Backkunst lediglich das Fladenbrot bekannt war, lassen sich bei der Vielfalt der heutigen Brot- und Brötchensorten kaum mehr sagen, wie viele verschiedene Arten es weltweit gibt, ganz zu schweigen von den zahlreichen Kuchen und anderen Gebäckvariationen sowie die damit verbundenen Rezepte fürs Backen. Etliche Backwaren sind für bestimmte Regionen typisch und gelten daher als Spezialität einer Gegend. Trotzdem finden sich auch Brotsorten, die sich generell durchgesetzt haben.

Um 1000 nach Christus wurden Überlieferungen zufolge die ersten Lebkuchen gebacken, ungefähr zeitgleich mit den ersten Sauerteig- und Hefebroten. Im 18. Jahrhundert war man in der Lage wesentlich feineres Mehl zu mahlen, denn die Mahltechnik hatte entscheidende Fortschritte gemacht. Nun wurden erste Biskuit- und Mürbeteiggebäcke erfunden. Da nun auch der Zucker durch ein günstigeres Herstellungsverfahren preiswerter wurde, gehörte dieser bald in jedes Rezept. Jetzt verfeinerte man das Backwerk sogar mit süssem Zuckerguss.

Backen Rezepte: Butterzopf mit gruseliger Legende?

Beliebt auf dem sonntäglichen Frühstückstisch ist ein leckerer, goldbraun gebackener Butterzopf. Um das wohlschmeckende Backwerk rankt sich allerdings eine düstere Legende. Sobald ein Ehemann das Zeitliche gesegnet hatte, musste das Eheweib ihn in das Grab begleiten. Denn es war Brauch, gemeinsam in das Jenseits überzutreten. Zu späteren Zeiten sei es ausreichend gewesen, wenn sich die Witwen ihre geflochtenen Haare abschnitten, um sie als Grabbeigabe mitzugeben. Auch dieses Opfer war irgendwann nicht mehr notwendig.

Freude am Backen Freude am Backen
Der Teig gehört dazu Der Teig gehört dazu
Das Ei als Zutat Das Ei als Zutat

Statt der Haare war es nun genug, einen Brotzopf mitzugeben. Bewiesen ist diese Theorie allerdings nicht. Es handelt sich nur um eine etwas gruselige Geschichte, die man sich erzählt. Nachgewiesen gilt allerdings, dass es bereits Mitte des 13. Jahrhunderts eine Basler Bäckerzunft gab und weitere Schweizer Städte diesem Beispiel folgten. Die schmackhaften Butterzöpfe werden in den Schweizer Bäckereien bereits seit 1430 mit Erfolg verkauft, nach alten Back-Rezepten. Man verschenkte sie zu Weihnachten oder Neujahr. Auch als Liebesbeweis waren sie hoch angesehen. Nicht zuletzt konnte man mit dem Zopf sogar das Eheversprechen bekräftigen.

Backen Rezepte: Butterzopf zum Frühstück selbst gemacht

Den Zopf kann man entweder selbst backen oder frisch beim Bäcker kaufen. Dabei gibt es in der Schweiz durchaus regionale Vorlieben. Im Osten der Schweiz kauft man lange, dünne Zöpfe, während man sie im Kanton Bern stumpf und breit bevorzugt. Ob man den Zopf mit oder ohne Aufstrich geniesst, bleibt jedem selbst überlassen. Butter, Honig oder Konfitüre eignen sich für Backen Rezepte besonders gut. Nur leicht gesüsste Zöpfe lassen sich gut mit Käse oder anderen herzhaften Beilagen geniessen. Ein besonderer Genuss ist der Zopf, wenn er noch leicht warm ist.

Wer den Zopf verschenken und sich als Bäcker versuchen will, findet bestimmt zum Backen Rezepte, die gut nachzumachen sind. Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, kann das verschiedene Ursachen haben. Zu viel Butter kann der Grund dafür sein, dass der Teig während des Backvorgangs in die Breite läuft. Vor dem Backen nach dem Rezepte ist es wichtig, den Teig ungefähr doppelt so hoch aufgehen zu lassen. Ob der Teig ausreichend „gegangen“ ist, überprüft man mit dem Fingertest. Einfach einen Finger in den Zopfteig drücken.

Wenn sich die Delle langsam wieder zurückbildet, ist der Teig fertig. Für das Flechten gibt es diverse Möglichkeiten. Hat man den Zopf geformt, muss der Teig ein weiteres Mal gehen. Abhängig von der Festigkeit des Teiges, dauert das weitere 15 oder 30 Minuten. Gebacken wird der Zopf 30 bis 45 Minuten auf der unteren Schiene des Backofens bei 200° Celsius. Und das Vorheizen nicht vergessen.