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Vom Getreidebrei zum leckeren Brot Rezept

Das Brot hat als Nahrungsmittel, das nach Rezept hergestellt wird, bereits seit Tausenden von Jahren eine enorme Bedeutung. Mit dem Mahlen von Getreide, um es für Nahrungszwecke zu verarbeiten, hat man in Europa nördlich der Alpenregion schon vor rund 30.000 Jahren begonnen. Der Weg vom Korn zum Brot ist vielfältig und wurde über die Jahrhunderte durch die Technik für die Menschen immer wieder vereinfacht.

Spannte sich der Mensch anfangs selbst vor den Pflug, lösten ihn später Tiere, zum Beispiel Ochsen ab. Heute erledigen das längst moderne Maschinen. Auch die Ernte war zu Beginn mit Sense oder Sichel ein sehr beschwerlicher Vorgang. Danach wurden die Garben zum Trockenen aufgestellt, bevor die Dreschflegel auf sie einschlugen.

Dann musste das Korn zur Mühle gebracht werden, um für das Brot-Rezept die geeignete Vorarbeit zu leisten. Zunächst verrichtete man mit Reibsteinen den Mahlvorgang, bevor Wasser- oder Windmühlen zum Einsatz kamen und schliesslich durch die Industriemühle ersetzt wurden.

Teig vorbereiten Teig vorbereiten
Freude am fertigen Brot. Freude am fertigen Brot.
Rezepte fürs Brot. Rezepte fürs Brot.

Zwiebelbrot, unser Rezept des Monats

Jeden Monat präsentieren wir Ihnen ein aktuelles Rezept zum selber backen. Wir wünschen viel Spass und Erfolg beim ausprobieren. Rezept des Monats

Vom Rezept zum fertigen Brot

Ehe Weizen angebaut wurde, wuchsen dessen Vorgänger Emmer, Dinkel sowie Einkorn auf den Feldern. Damals kannte man auch noch kein Brot Rezept, wie wir es heute aus der Bäckerei gewohnt sind. Vielmehr wurde das gemahlene Korn mit Wasser vermischt. Je nach Geschmack gab man Wurzeln oder Beeren, Kräuter, Honig bzw. Pilze hinzu und hatte so einen  abwechslungsreichen Speisebrei. Erst später entdeckte man, dass der Brei durch das Backen gut transportierbar wurde und sich länger hielt. Deswegen ging man dazu über, Fladen entweder in Asche oder auf heissen Steinen auszubacken. Es war wohl ein Zufall, mit dessen Hilfe man entdeckte, dass für den Brotlaib das Brot backen zu ändern war. Wollte man einen Laib haben, so musste der Teig gleichmässig und vollständig von der Backhitze umgeben sein. So entstanden die Vorläufer der ersten Backöfen. Eine Art Topf wurde über den Teig gestülpt, der nach wie vor auf dem heissen Stein gebacken wurde. Des Weiteren erkannte man, welche Wirkung Hefepilze im Zusammenhang mit dem Brot backen haben.

Zubereitung mit viel Liebe.Zubereitung mit viel Liebe.

Schon die Ägypter taten es

Brotteig, den man eine Weile an der Luft stehen lässt, fängt aufgrund von Hefepilzen, die sich in der Luft befinden, an zu gären. Die dünneren Fladenbrotteige liessen sich nach Brot Rezept nun mit einem vergorenen Getränk vergleichen. Festere Teige verwandelten sich in einen Hefeteig, der gebacken ein extra schmackhaftes Brot ergab. Erst im Laufe der Zeit liess sich dieser Prozess steuern. Da es unterschiedliche Hefepilzarten gibt, war es zunächst reine Glückssache, ob das Brot gelingen würde oder nicht. Die Ägypter hatten offenbar ein gutes Händchen, was das Backen von gesäuertem Brot betraf. Laut archäologischen Funden waren sie bereits vor über 5000 Jahren in der Lage, gesäuertes Brot in Bäckereien zu backen. Die Ägypter widmeten sich ausserdem der Weiterentwicklung des Backofens. Ihre Backöfen lassen sich von der Form her mit einem Bienenkorb vergleichen. Sie bestanden aus Lehm und waren in der Lage eine starke Hitze aufzubauen. Bereits 3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung kannte man dreissig unterschiedliche Brotsorten.

Zöpfe hergestellt aus reiner Butter.Zöpfe hergestellt aus reiner Butter.

Erste römische Grossbäckereien

Griechen und Römer brachten ihr Wissen bezüglich des Bäckerhandwerks schliesslich über die Alpen. Es entstanden erste grosse Mühlen und sogar mechanische Knetwerkzeuge, die von Ochsen bzw. Sklaven bedient wurden. Bereits 400 Jahre nach unserer Zeitrechnung sollen allein in Rom über 250 Bäckereien betrieben worden sein, die einen Verbrauch von rund 30 Tonnen Getreide am Tag hatten. Der Getreidebrei verschwand im 12. Jahrhundert endgültig zugunsten des lockeren Backhefe Brotes. Schliesslich kannten die Kelten Hefe bereits aus der Bierbrauerei. Die Dörfer richteten sich Gemeinschaftsöfen ein und es gab einen wöchentlichen Backtag.

Brot und seine Bedeutung

Brot war immer auch ein Zeichen für die soziale Herkunft. In Ägypten war dem Pharao das Brot Rezept für Weizenbrot vorbehalten. Sklaven bekamen lediglich Getreidebrei vorgesetzt. Wenn es an Brot fehlte, liessen sich meist stagnierende Geburtenzahlen, Auswanderungen sowie Aufstände beobachten. Wer an der Macht war, konnte darüber befinden, wo eine Mühle errichtet werden durfte. Mit dem Römischen Reich steht der Begriff „Brot und Spiele“ in engem Zusammenhang.